Blauer Stein am Markplatz in Ortrand
„Blauer Stein“

Der „Blaue Stein“ kennzeichnet als äußerst seltenes erhaltenes mittelalterliches Rechtsdenkmal auf dem heutigen Altmarkt die Stelle an welcher das Urteil über den Delinquenten gesprochen wurde. Dieses mußte selbiger mit den Füßen auf den Basaltgestein stehend so zur Kenntnis nehmen. Die körperlichen Urteile wurden auf dem Markt vollstreckt, die auf das Leben abzielten, auf dem Galgenberg (heute Bahnhofsvorplatz). Die „Blauen Steine“ sind als Vorläufer der bekannten Rolandsfiguren (z.B. Belgern) anzusehen und somit in die Frühzeit der Stadtentstehungsphase zu setzen.

Legendenhaft berichtet der historische Roman: Hultzsch, Th(eodor) J(ulius), Hans von Köckeritz., Halle/Saale 1913 über die rechtlichen Verwirrnisse auf dem Ortrander Altmarkt zur „Raubritterzeit“:

Vom „Blauen Stein“ in Freiberg ist beispielsweise bekannt, daß an ihm der Prinzenentführer Kunz von Kaufungen 1455 enthauptet worden ist.
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