Ortrand. Wie gut greifen Einsatzkräfte, Befehlsstelle und Verwaltung ineinander, wenn plötzlich eine größere Schadenslage eintritt? Genau dieses Zusammenspiel wurde am Dienstag, dem 29. September 2026, bei einer umfangreichen Übung trainiert. Das Szenario war ein Brand in der Kita Regenbogen in Ortrand sowie ein gleichzeitiger Stromausfall im Innenstadtbereich.
Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur das unmittelbare Einsatzgeschehen der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden vor Ort in der Kita. Parallel dazu nahm der Verwaltungsstab des Amtes Ortrand am Bauhof in der alten Feuerwehr seine Arbeit auf. Einsatzleitung, Befehlsstelle und Verwaltungsstab arbeiteten Hand in Hand, tauschten fortlaufend Informationen aus, bewerteten die Lage und stimmten die notwendigen Maßnahmen miteinander ab.
Ein wesentlicher Bestandteil der Übung war die Kommunikation zwischen den verschiedenen Verantwortungsbereichen. Geprobt wurde, wie Informationen aus der Einsatzstelle schnell und verlässlich weitergegeben, Entscheidungen koordiniert und die erforderlichen Maßnahmen umgesetzt werden können. Auch die Räumung der Kita wurde unter realistischen Bedingungen geprobt. Innerhalb von nur eineinhalb Minuten konnten rund 120 Kinder und 15 Erzieherinnen und Erzieher das Gebäude verlassen. „Die schnelle und geordnete Evakuierung zeigte, dass die vorgesehenen Abläufe im Ernstfall greifen und das Kita-Team auf eine solche Situation vorbereitet ist“, resümierte Kitaleiterin Cornelia Georgi.
Um die Bedingungen einer tatsächlichen Großschadenslage möglichst realistisch abzubilden, war der Kreis der vorab informierten Personen bewusst klein gehalten worden. Weder der Amtsdirektor noch der Amtsbrandmeister kannten das konkrete Übungsszenario eine halbe Stunde vor Beginn. Damit mussten auch die Führungs- und Verwaltungsstrukturen kurzfristig auf die angenommene Lage reagieren.
Das Amt Ortrand hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit Maßnahmen des Brandschutzes und der Vorbereitung auf größere Schadensereignisse beschäftigt. Dabei wurde insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungsstab, Einsatzleitung und Befehlsstelle weiterentwickelt. Die Übung bot die Möglichkeit, die aufgebauten Strukturen unter möglichst realistischen Bedingungen praktisch zu erproben.
Die Übung war um 15:30 Uhr beendet. Zu keinem Zeitpunkt handelte es sich um einen tatsächlichen Schadensfall.
Amtsdirektor Niko Gebel dankte im Anschluss ausdrücklich allen Beteiligten: „Ein ganz großes Dankeschön gilt unseren Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, die im Verwaltungsstab mitgewirkt haben, unseren Bauhöfen sowie den Erzieherinnen und Erziehern der Kita Regenbogen. Mein besonderer Dank gilt auch den Eltern, die im Rahmen der Abholsituation in die Übung eingebunden waren und diese mitgetragen haben. Eine solche Übung funktioniert nur, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Strang ziehen. Vielen Dank für das Mitwirken und für das Verständnis. Vorsorge ist wichtig – denn nur wenn wir solche Situationen gemeinsam üben, können wir im Ernstfall schnell und abgestimmt handeln.“
Fazit der Übung: Das Amt Ortrand ist auf Großschadenslagen gut vorbereitet. Gleichzeitig zeigte diese Übung wie wichtig es ist, Abläufe praktisch zu erproben und die Zusammenarbeit aller Beteiligten kontinuierlich weiterzuentwickeln.




